Wind, Wasser und Berge in Dörfel
9. April – Tag 1
Am Nachmittag fuhren wir mit dem Bus nach Dörfel. Unser Weg führte von Chemnitz über Annaberg-Buchholz bis zum Naturschutzzentrum. Während der Reise passierte nichts Besonderes – eigentlich schon, die Kinder waren ganz brav. Als wir ankamen, eroberten wir erst einmal die Ferienhäuschen. Wir wohnten zu zehnt, in jedem Ferienhaus gibt es 3 Zimmer (2 Mal zu viert, 1 Mal zu zweit). Jedes Ferienhaus hat einen Stock, es gibt dort zwei WCs und zwei Badezimmer. Es gibt hier auch Heizung und deshalb ist uns ganz schön warm. Das Abendessen war lecker. Es gab ein Büffet – wir konnten uns wählen, was wir wollten. Nach dem Abendessen trafen wir uns im Gemeinschaftsraum und spielten verschiedene Spiele. So lernten wir unsere tschechischen Freunden näher kennnen. Es gelang uns, uns fast alle Namen der tschechischen Kinder zu merken. Ab neun Uhr könnten wir langsam schlafen gehen. Um zehn gab es eine offizielle Nachtruhe. … Wir müssen doch die Kräfte für den nächsten Tag sammeln, oder???.
10. April – Tag 2
Heute wurden wir leider von Regentropfen geweckt und deshalb mussten wir unser Programm ein bisschen ändern. Um 8 Uhr gab es Frühstück. Nach dem Frühstück mussten wir in unseren Ferienhäuschen ein bisschen Ordnung machen und dann trafen wir uns alle zum Spielen. Eigentlich gab eine riesige Brettspielauswahl, aber zum Glück verbesserte sich das Wetter schnell und ein paar Sonnenstrahlen „zwangen“ uns dazu, Brettspiele gegen Sportaktivitäten zu tauschen. Wir waren in drei Gruppen geteilt. Jede Gruppe hatte eine Aufgabe. Die erste Gruppe spielte das finnische Spiel Mölkky (ähnlich wie Kegeln), die zweite Gruppe musste durch ein Spinnennetz schlüpfen und die dritte Gruppe spielte verschiedene Spiele im Seminarraum – dabei mussten viele Aufgaben erfüllt werden. Alle diese Spiele sollten unser Kollektiv zusammenschweißen… und es ist gelungen. Wir freuten uns schon aufs Mittagessen und eine kleine Schlafpause. Am Nachmittag besuchten uns zwei Reporter von Radio T und erklärten uns, mit all den Geräten umzugehen, die wir am nächsten Tag zu unseren Interviewaufnahmen brauchen werden. Sie erklärten uns auch, wie wir das Interview richtig vorbereiten sollen. Es war für uns echt interessant!
11. April – Tag 4
Heute war es anstrengend. Wir absolvierten einen ganztägigen Ausflug nach Annaberg-Buchholz. Um 10 Uhr ging es los. Zuerst besuchten wir ein Museum – den Frohnauer Hammer – wo wir mit eigenen Augen sahen, wie man das Wasser zum Antrieb von riesigen Hämmern nutzen kann. Wir bewunderten dort auch zwei riesige Blasebälge, die als Säge- oder Schleifmaschinenantrieb dienen. Dann sahen wir uns das Herrenhaus an, wo es 200 Jahre altes Möbel gab. Einige von uns – besonders die Mädchen – staunten über die Klöppeltechnik. Nach dem Besuch genossen wir unser Mittagessen und machten uns auf in das Stadtzentrum von Annaberg-Buchholz. Dort wartete die Reporterarbeit auf uns. Wir teilten uns in Gruppen, bereiteten unsere Aufnahmegeräte vor und fingen an mit Interviews und Umfragen zum Thema „Erneuerbare Energien“. Wir waren ganz stolz darauf, dass wir eine Chance hatten, Radio „Energie für morgen“ repräsentieren zu können. Danach verdienten wir uns eine Belohnung. Deshalb machten wir uns auf den Weg in die Schwimmhalle, wo wir fast 3 Stunden voller Spaß verbrachten. In der Zwischenzeit bereiteten die zwei Radioexperten und eine Dolmetscherin den Schnitt der heutigen Radioreportagen vor.
Vor dem Abendessen spielten einige von uns noch paar Spiele und nach dem Abendessen ging es los. Alle saßen im Seminarraum und hörten unseren Radioreportagen zu. Es machte viel Spaß und alle waren mit den Ergebnissen sehr zufrieden. Dann gab es noch eine kurze Zusammenfassung des Tages, wir besprachen das Programm für den nächsten Tag und ein bisschen müde gingen wir ins Bett. Heute hatten wir Glück. Es gab schönes Wetter. Nur paar Regentropfen auf den Rückweg aus der Stadt... aber die bereiteten uns keinen Stress.
12. April – Tag 4
Heute nach dem Frühstück kam unser Bus und holte uns zum nächsten Ausflug ab. Unser Ziel war heute besonders interessant, denn wir sahen ein Pumpspeicherkraftwerk. Es gab dort zwei Behälter. Ein Behälter lag ganz oben auf dem Hügel, den zweiten gab es im Tal. Wenn es in der Nacht überflüssige Energie gibt, wird mit Hilfe dieser Energie das Wasser in den auf dem Hügel liegenden (oberen) Behälter umgefüllt. Am Tag, wenn der Energieverbrauch steigt, wird das Wasser aus dem oberen Behälter ins Tal umgefüllt. Dieses Wasser strömt dann durch Turbinen und so wird Energie erzeugt.
Nach der interessanten Exkursion besuchten wir einen Aussichtsturm und hatten noch ein bisschen Zeit, um in die Stadt zu fahren. Dort kauften wir was Kleines zum Naschen ein und gegen 3 Uhr waren wir wieder zurück im Camp. Heute hatten wir wieder ziemlich schönes Wetter. Alle Kinder hatten viel Spaß und spielten zusammen. Unsere tschechischen Freunde haben mit unserer Hilfe auch schon ganz schön viele Wörter gelernt. Am Nachmittag gab es noch eine kurze Vorlesung zum Thema Pumpspeicherkraftwerk. Dann konnten wir alle das Grillen genießen. Wir aßen leckere Würste, dazu Kartoffel- und Gemüssesalat. Zum Schluss gab es gebratene Marshmallows. Aber das war noch nicht alles!
Am Abend gab es nämlich noch die große Erzgebirgs-Show „Erzgebirge sucht Talent!!!!“.
Die Show war wirklich... geil! 26 mutige Teinehmer zeigten uns ihre Talente. Um den ersten Preis kämpften viele Sportler (Karate, Aikido), Sänger, Tänzer und Schauspieler.
13. April – Tag 5
Heute gab es viele Wolken am Himmel, hoffentlich wird es nicht regnen …
Wir machten uns auf den Weg nach Flöha. Dort besuchten wir einen Kanusportverein. Hier, am Fluß, gibt es auch ein „intelligentes Wehr“. Das mussten wir unbedingt auch besuchen, denn dort gibt es eine Fischtreppe und eine Aalrutsche, damit die Fische dieses Hindernis im Fluss überwinden können. Außerdem wurde gerade eine Turbine ausgebaut, was die Jungs sehr interessant fanden. Dann liefen wir weiter Richtung Augustusburg und fuhren wir mit einer alten Seilbahn, es war ganz lustig. Dann wartete auf uns eine große Überraschung. Wir konnten Sommerrodelbahn fahren – und haben dort richtig viel Spaß gehabt.
Weil es dort alles ganz schön war, hatten wir noch Zeit, auf dem Spielplatz zu spielen und Eis zu essen. Auf dem Weg zurück gingen wir an einer Skipiste vorbei, wo es noch Schnee gab. Also kam es natürlich zu einer großen Schneeballschlacht, Kinder gegen Betreuer – natürlich haben die Kinder gewonnen. Unser Bus fuhr uns dann wieder nach Dörfel. Es gab Abendessen und danach freuten wir uns auf die Auswertung unserer Talentshow. Die Auswertung war ganz lustig und wir hatten wieder viel Spaß gehabt. Dann, um halb Zehn, sprangen wir alle ins Bett.
14. April – Tag 6
Am letzten Tag weckte uns die Sonne. Nach dem Frühstück hatten wir Zeit, unsere Koffer zu packen und Ordnung zu machen. Um 10 Uhr wartete unser Bus und wir fuhren zusammen nach Hirtenberg. Dort bewunderten wir riesige Windräder. Dann, am Mittag aßen wir im Restaurant unser Mittagessen und fuhren zurück nach Dörfel. Da gab es noch eine kurze Vorlesung zum Thema Windkraftenergie und dann konnten wir unsere Freizeit genießen…
…Für den Abend steht Disko oder Lagerfeuer auf dem Plan. Mal sehen. Alles ist vom Wetter abhängig – und das Wetter hielt! So konnten wir ein Lagerfeuer machen und als Überraschung gab es noch schaurig-schöne Nachtwanderung.





